Schlüsselblume

 

lat. Primula veris aus der Familie der Primelgewächse = Primulaceae.

 

Die Schlüsselblume ist in Europa und Asien beheimatet und kommt dort in bergigen Landschaften, auf Wiesen, auf sonnigen Hängen und Lichtungen vor. Sie ist eine der ersten Pflanzen die den Frühling begrüßt, daher von Primus abgeleitet.

 

Die Blüten (Flos primulae) werden von März bis Mai gesammelt. Die Wurzel (Radix primulae) steht unter Naturschutz und darf nicht ausgegraben werden.

 

Die wichtigsten Inhaltstoffe sind Saponine, Flavonoide, Phenolglycoside und vor allem Primulaverin (Primulasäure A), sowie Gerbstoffe, ätherisches Öl und Vitamin C.

 

Die Schlüsselblume fördert den Auswurf bei festsitzendem Husten, chronischer Bronchitis und Keuchhusten. Auch bei Gelenkbeschwerden und Kopfschmerzen, sowie Migräne findet sie Anwendung. Die leicht harntreibende Wirkung hilft bei Erkrankungen der Harnblase.

 

Für einen Becher Tee wird ein Teelöffel der getrockneten Blüten mit kochendem Wasser aufgegossen. Auch als Tinktur wird die Schlüsselblume verwendet und in der Homöopathie.

 

Für Maria Treben ist die Schlüsselblume das beste Schlafmittel. Ihr Tee besteht aus 50 g Schlüsselblumenblüten, 5 g Baldrain, 15 g Hopfenzapfen, 10 g Johanniskraut und 25 g Lavendel. Von der Mischung wird ein gehäufter Teelöffel mit einem viertel Liter Wasser überbrüht und nach drei Minuten abgegossen.

 

Die Frühlingsgöttin Ostara hat die Schlüsselblume an ihrem Schlüsselbund, damit sie mit ihr die Herzen der Menschen aufschließen kann. Sie trägt die Blume als Herzensschlüssel.

 

Ein Arzt namens Becker verfasste 1662 ein Gedicht

über die Heilwirkung der Schlüsselblume:

Die Schlüsselblume erwärmt, sie trocknet und erweicht,

stillet Schmerzen mit einem Schlag, sie bald ein Mittel reicht,

vertreibt die laufend Gicht, zu böser Tiere Biß

hält man die Schlüsselblume für köstlich und gewiß.“